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Zum Tod von Richard von Weizsäcker

Seine persönliche Haltung – besonders auch zu der unrühmlichen Vergangenheit Deutschlands und dem von Hitler angezettelten Völkermord – sowie seine politische Leistung nicht nur als Berliner Regierender Bürgermeister und später als Bundespräsident machten ihn zu einem bedeutenden Deutschen.
Das geteilte Deutschland war eines der Themen seines politischen Lebens. Er mahnte, die Deutsche Frage sei offen, solange das Brandenburger Tor geschlossen sei und setzte sich stets für die Überwindung der Teilung Deutschlands ein.

R-von-WeizsaeckerVon Weizsäcker fühlte sich auch vor dem Mauerfall als Präsident aller Deutschen. Für mich persönlich war er damals das Staatsoberhaupt, zu dem ich mit Ehrfurcht aufsah. Er war eine Persönlichkeit und unterschied sich dadurch wesentlich von den Personen, die auf unserer Seite der Mauer die Spitze von „Partei und Regierung“ bildeten.

Mir war es vergönnt, anläßlich der Bundesversammlung 2004 Richard von Weizsäcker persönlich zu begegnen und sogar mit ihm in ein kurzes Gespräch zu kommen. Mit seiner einfühlsamen Art und seiner Weltoffeneinheit hinterließ er bei mir einen bleibenden Eindruck.
Mit Richard von Weitsäcker hat uns einer der Großen unter den deutschen Staatsmännern verlassen, ein über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinaus bekannter und vor allem beliebter Mensch, vor dessen Lebensleistung man sich voller Hochachtung verneigen kann.
Alle, die ihn kannten, werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Foto: spd.de

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